Am Freitag, 24. April hatten wir einen besonderen ersten Wunschtag. Sieben Jugendliche (11–16 Jahre) aus einer Vorbereitungsklasse, ein Lehrer, eine Mutter und Clown Bubu machten sich gemeinsam auf den Weg in die Wilhelma, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da ein Platz in der Clownbulance zu wenig war. Alle Jugendlichen verbindet ihre Fluchterfahrung, unterschiedliche Geschichten, aber ein ähnliches Gefühl von Fremdsein und Ankommen. Für alle war es der erste Zoobesuch in ihrem Leben. Für manche begann das Abenteuer schon mit der Bahnfahrt, einer der Jungen war seit seiner Ankunft in Deutschland noch nie unterwegs gewesen. Spätestens als der Seehund „Unesco“ zu singen begann, war das Eis gebrochen: Lachen, Staunen, Tanzen - mitten in der Öffentlichkeit. Es wurde gespielt, geklettert und ausgelassen getobt. Im Laufe des Tages fiel spürbar Last ab und machte Platz für Freude, Leichtigkeit und ein Stück zurückgewonnene Kindheit. Es waren die kleinen Momente, die diesen Tag so besonders machten und wir könnten noch hundert mehr aufzählen: – Der Junge, der sonst immer nach Hause möchte: „Wir hätten noch bleiben können.“ – Ein Mädchen, das kaum sprach, fragte plötzlich: „Bubu, was ist das?“ – Eine Mutter, geflohen aus einer zerbombten Stadt, lächelte beim Duft der Blumen. – Ein Mädchen fand im Spiel ihren Mut und wurde selbst zur Clownin für andere. – Ein orientierungsloser Junge führte plötzlich die Gruppe an. – Ein Junge, der sonst immer viel Verantwortung trägt, spielte ausgelassen Fangen auf der Wiese. Am Ende sagte der Lehrer: „Wow. Dieser Tag wird nachwirken. Von Herzen danke.“ Ein Tag voller Magie – und ein kraftvoller Start für die Clownbulance.
|